Technikecke

Wie fokussiere ich ein Bild?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein Vogel zu fokussieren.

1.

Durch das Spektiv scharf stellen und den Autofokus der Kamera arbeiten lassen. Probleme gibt es, wenn vor dem zu fotografierenden Objekt z.B. Äste sind. Der Autofokus der Kamera stellt automatisch immer das nächstliegende Objekt scharf, hier wären es dann die Äste. 
2. Die Kamera auf Unendlich stellen und mit dem Spektiv scharf stellen. Kontrolle dann mit dem LCD-Bilschirm der Kamera. Teilweise erscheint das Bild gestochen scharf auf dem Bildschirm und zu hause am PC ist es dann doch unscharf. Hier hilft es, wenn man über einen gewissen Schärfebereich Fotos macht. 
3. Mit dem Spektiv scharf stellen und die Kamera auf Makro stellen. Auch hier kann es dazu führen, dass Bilder unscharf sind. Aber ich habe mit dieser Art die besten Ergebnisse erzielt.

Alle oben genanten Varianten haben Vor- und Nachteile. Man muss also für sich die beste Art des fokussieren herausfinden.

Es soll also doch ein fester Adapter sein?

Mittlerweile wird die Digiscopie weltweit eingesetzt und findet immer mehr Anhänger. So ist es nicht ungewöhnlich, dass auch hier die Mittel zum Zweck perfektioniert werden. Es gibt  Firmen, die speziell für diese Art der Fotografie Utensilien anbieten. Eine der bekanntesten ist die Firma EagleEye. Sie bietet den wohl umfangreichsten Gerätepark überhaupt an. 

Hier sind drei Geräte, die meines Erachtens besonders nützlich und von Nöten sind.

Der EagleEye-Adapter:    Vom Grundprinzip her, ist dieser Adapter genauso aufgebaut wie meiner. Nur teurer und Qualitativ hochwertiger. Ob die Ergebnisse unterschiedlich sind weiß ich nicht. Diesen Adapter gibt es für die meisten Digitalkamera + Spektiv-Kombinationen.

Der "LCD-Sonnenschutz" Xtend-a-View:    Dieses Gerät wird auf den LCD-Bildschirm der Kamera aufgesetzt. Mit der integrierten Lupe kann die Schärfe des Bildes kontrolliert werden. Außerdem wird die Spiegelung, zum Beispiel durch Sonneneinstrahlung verringert. 

Der Fernauslöser Mk2 WING Accessory Bracket:    Hierbei handelt es sich um einen mechanischen Fernauslöser für die Coolpix-Serie. Beim manuellen Auslösen der Kamera kommt es unweigerlich dazu, etwas zu verwackeln. Gerade bei Aufnahmen mit geringer Verschlusszeit führt es zu unscharfen Aufnahmen. Man kann zwar hier mit dem Selbstauslöser arbeiten, jedoch kommt es ja meistens auf "den Augenblick" an. Sehr oft dreht das zu fotografierende Objekt im letzten Moment den Kopf weg. Mit dem Mk2 WING Accessory Bracket kann man dem abhelfen. Zwar gibt es für die Coolpix einen elektronischen Fernauslöser, der aber diverse Nachteile mit sich bringt. Zum einen dauert es um die 10 Sekunden, bis der Fernauslöser initialisiert und deinitialisiert ist. Dann nagt dieser Fernauslöser ebenfalls am Akku und entzieht brauchbare Energie. Dieses Gerät soll nicht sehr langlebig und teilweise schon nach ca. 11 Monaten den Geist aufgegeben haben. Der Preis ist außerdem auch nicht ohne.

Und seit neuem ist mein Drahtauslöser fertig und kann hier angesehen werden.

Wer jedoch ein bisschen handwerkliches Geschick hat und gerne tüftelt, wird sich das eine oder andere oben erwähnte Teil selber basteln können. 

Achtung, hier ein wichtiger Hinweis für Coolpix 99x - Benutzer:    

Das Gewinde am Kameraobjektiv ist lediglich aus Plastik, also nicht besonders widerstandsfähig. Wenn die Kamera auf einem Adapter aufgeschraubt und mit dem Spektiv verbunden ist, dem Rate ich von einem Transport ab. Nehmt euch die Zeit die Kamera zu demontieren. Eine Reparatur des ausgebrochenen Gewindes soll unheimlich teuer sein.

Die einfachste und günstigste Möglichkeit um Aufnahmen durch das Spektiv zu machen, ist es die Kamera auf das Obektiv zu halten. Dazu muss gewährleistet sein, dass die Kamera genau zentriert auf das Okular gehalten wird. Die Kamera so zu halten erwies sich als äußert schwierig. Und viele weitere Faktoren machten es unumgänglich eine andere Variante zu erfinden. 

Und die Idee war, verschieden große Adapterringe, so zu kombinieren, dass sie die Kamera auf dem Objektiv zentrieren. Auf dem Bild sieht man die Ringkombination. Das Prinzip ist einfach und kostengünstig, aber mit einem erheblichen Nachteil behaftet. Die Vergrößerung ist so extrem, dass man viel zu stark verwackelt, wenn die Kamera auf das Objektiv gehalten wird.

   

Um verwacklungsfreie Bilder zu erzielen, musste eine andere Lösung gefunden werden. Da die Coolpix 99x ein Filtergewinde hat, sollte es ein Leichtes sein, diese mittels eines Adapters an das Spektivokular zu befestigen. So sollte es möglich sein, den Ausschuß an unscharfen Bildern erheblich zu verringern. Und in der Tat wurden die Fotos dadurch natürlich wesentlich besser. Doch auch mit dem Adapter ging noch einiges daneben.

 

Mein Selbstbauadapter ging im Laufe der Zeitleider kaputt. Das Gewinde des in den Tubus eingesetzten Adapterrings verschliss nach und nach. Und da der Adapterring eingeklebt war, ließ sich dieser auch nicht mehr entfernen. Es musste also ein neuer Adapter her. Mittlerweile bieten unzählige Firmen verschiedenste Adapter an. Aber das was mir so ansah gefiel mir leider nicht. Doch der DCA-Adapter von Swarosvski sagte mir zu. Diesen habe ich mir nun angeschafft und bin damit sehr zufrieden. Ein Qualitativ hochwertiger Adapter. Der Adapter wird mit nur zwei Schrauben befestigt. Und wenn man die Kamera schnell vom Okular entfernen will, z.B. um nur zu beobachten, muß lediglich eine der zwei Schrauben gelöst werden.

 
     

Um die Verwacklungsgefahr nochmals zu verringern, baute ich mir einen Drahtauslöser für die Kamera. Die damit erzielten Ergebnisse waren nochmals besser.

Hier beschreibe ich den Auslöser etwas genauer.