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Zum Fotoshooting in den Naturpark Elbetal |
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Jedes Jahr im Winter zieht es mich in den Naturpark Elbetal, um dort zwischen Boizenburg und Dömitz die großen Trupps von Gänsen und Schwäne zu beobachten und zu fotografieren. Insbesondere haben es mir die Sing- und Zwergschwäne angetan, die mit ihrer Anmut und dem Wesen, sowie ihren Rufen immer wieder in den Bann ziehen. Doch in diesem Winter war alles ganz anders. Pünktlich zum Winteranfang am 22.12.2009 lag Deutschland unter einer Schneedecke. Es folgte nun ein Winter, der uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Ungeachtet dessen startete ich am 16.01.2010 eine Fototour mit einem Freund. Im Elbetal angekommen (von Hamburg nur eine knappe Autostunde entfernt), wurden unsere Gesichter dann doch recht lang. Alles lag unter einer dichten Schneedecke. Alle kleineren Flüsschen, Seen und Altarme waren, bis auf die Elbe selber, zugefroren. Von den großen Schwärmen der Gänse und Schwäne war keine Spur. Wir ließen uns dennoch nicht davon abhalten weiter zu suchen. Auch das relativ schlechte Wetter konnte unsere Tour nicht bremsen. Hier und da trafen wir dann einige Gänse und Schwäne an, die aber zum fotografieren viel zu weit entfernt waren. Sollte unsere Tour etwa ins Wasser fallen? Unsere Zuversicht sollte schließlich belohnt werden, als eine Gruppe von Sing- und Höckerschwänen entdeckten, die sich nur wenige Meter neben einer stark befahrenen Hauptstraße aufhielten und dort den Raps durch die Schneedecke frei gelegt haben. Sie haben kleine Löcher in den Schnee gebuddelt, um so an die schmackhaften Rapspflanzen zu gelangen. Wir näherten uns langsam der Gruppe, die dies auch ohne unruhig zu werden zuließen. Nachdem einige Zeit verstrichen und diverse Fotos von den Schwänen gemacht wurden, fuhren wir weiter, in der Hoffnung nun doch die eine oder andere Gänsetruppe zu finden. Wir waren guter Hoffnung, da der strenge Winter anscheinend die Fluchtdistanzen der Vögel auf ein Minimum schrumpfen ließ. Doch es kam ganz anders als erhofft, als wir die Straße Richtung Neu Garge fuhren. Neben der Straße machten wir einen Mäusebussard aus, der sich an einem toten, schon recht abgefressenen Reh, zu schaffen machte. Wir nutzten die Gelegenheit und stellten das Auto unweit der Stelle ab. Leider war es wegen der Vegetation nicht möglich im Auto zu verbleiben, um von dort aus Aufnahmen zu machen. Glücklicherweise hatte ich mein Tarnzelt dabei, welches wir kurzum aufgestellt haben. Der Mäusebussard hatte, als wir an ihm vorbei fuhren, sich aus dem Staub gemacht, so dass wir mit dem Zeltaufbau keine Störung verursachten. Nun mussten wir eine gute Stunde warten, bis sich ein weiterer Mäusebussard an dem Fallwild einfand. Zunächst war er recht scheu und äußerst aufmerksam, gewann aber nach wenigen Minuten seinen Mut zurück. Wahrscheinlich war sein Hunger so groß, dass er alles um sich herum vergaß. Wir konnten viele schöne Aufnahmen von dem Greifvogel machen und dieses tolle Erlebnis wird uns noch lange Zeit in guter Erinnerung bleiben. Nachdem er seinen Hunger gestillt hat, flog er davon und wir nutzen diese Gelegenheit um uns aus dem Staub zu machen, da mittlerweile die Kälte uns ordentlich zugesetzt hatte. Wir waren beide heilfroh, als wir im Auto gesessen haben und uns die Heizung langsam auftaute. Dennoch war das Erlebnis unbeschreiblich. Es war wieder einmal sehr deutlich zu sehen, dass ein Tarnzelt in die Naturfotografie einfach dazu gehört! Etwa einen Monat später bin ich erneut in dieses wunderbare Gebiet gefahren. Die Situation hat sich deutlich verändert. Es waren schon deutlich mehr Flächen frei vom Schnee und es war zeitweise strahlender Sonnenschein. Die Anzahl der Gänse und Schwäne stieg deutlich an.
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